Mit nur 8 Leuten und 2 Siegen starten die Devils ihren Weg zum anvisierten Trippel. Der erste Gegner in der Liga hieß in dieser Saison Wolkersdorf:
Wolkersdorf:Blue Devils Legends 53:65 (28:29)
Attila Völgyes (27), Martin Kolck, Steven Billen (5), Thomas Kunc (3), Daniel Zainzinger (8), Valentin Sederl (2), Matthias Ursenbach (2), David Kopper (16)
Der Gegner in weiß also mussten die Legenden ihre angestammten Dressen noch in der Garderobe hängen lassen. Darum griff man auf noch viel legendärere Dressen zurück. Mit den „babyhellblauen“Dressen der Aufstiegssaison in die Landesliga (2003/04) starteten die Teufel also in reguläre Saison.
Das erste Viertel war dann auch der frühen Startzeit geschuldet. In der Offense scorte man fleißig, allein die Defense wollte nicht ins Laufen kommen. Beide Teams können ordentlich netzen und nach den ersten 8 Minuten gehen die Devils mit 2 Punkten Vorsprung in die erste Pause (15:17).
Mehr Laufen und arbeiten heißt die Devise nach der Besprechung, doch der Geist ist willig, allein der Körper will nicht ganz so mitmachen. Das Spiel geht hin und her und keines der Teams kann sich absetzen. Im Gegenteil – der Gegner bleibt an den Devils dran und mit nur einem Punkt Führung verabschiedet man sich in die Halbzeit.
Im dritten Viertel spielen dann die Wolkersdorfer groß auf. Die Teufel finden keinen Rythmus und müssen den Gegner ein ums andere mal gewähren lassen. Mit -3 Punkten müssen die Teufel in das letzte Viertel (46:43).
Hier kann man endlich das umsetzen, was man sich die letzten 3 Viertel vorgenommen hat – in der Defense arbeiten und laufen. Mit nur 7 bekommenen Punkten und einer guten Teamleistung kann man sich Schritt für Schritt absetzen und gewinnt im Endeffekt deutlicher, als der Spielverlauf vermuten lässt mit +12 (53:65).
Blue Devils Legends:Tulln III OT 81:77 (38:28. 70:70)
Allen „the Belgium“ Iverson (6), Antonis „Bu“ Fotsis (12), Dennis „K“ Rodman (14), Vince „Air Ursenbach“ Carter (2), Michael „Hyperquickness“ Jordan (21), Hakeem „Ju“ Olajuwon (14), Jason „Hyperdunk“ Williams (2), Karl „Daveman“ Malone (10)
Im 2. Spiel geht es gegen die Hausherren aus Tulln. Auch hier kann man im ersten Viertel ordentlich scoren, vergisst aber, dass das ein oder andere Mal Defense spielen von Vorteil sein kann. Mit einem leichten Vorsprung (+2 – das kennen wir doch irgendwo her) geht man in die erste Pause.
Im 2. Viertel schafft man es dann die müden Beine etwas schneller zu bewegen und kann die beherzt kämpfenden Tullner auf Abstand bringen. +10 Punkte stehen am Ende der ersten Halbzeit zu Buche (28:28).
Im 3. Viertel verlässt man sich dann leider nur auf das Verwalten dieses Vorsprungs und prompt kommt Tulln wieder heran. Die Hausherren kämpfen sich Punkt um Punkt heran und so ist die Partie auch noch nach 3 Vierteln mehr als spannend (49:43).
Im 4. Viertel haben die Devils den besseren Start und stellen schnell wieder auf +10. Dann reißt der Faden komplett und die Hausherren kommen wieder heran. Punkt um Punkt kämpfen sich die Tullner heran und so steht es 12,6 Sekunden vor Schluss „nur“ +3 für die Teufel. Auftritt Attila Völgyes: Der bescheidene Autor kann gar nicht zählen, wie oft er Mr. Hyperquickness beim Herumreißen enger Spiele zusehen durfte. Und so auch diesmal – dachte zumindest die versammelte Halle. Mit der Schnelligkeit eines Geparden auf Beutefang und sein Alter verspottend segelt der Urdevil zum Ball, schnappt sich den Steal dribbelt nach vorn und … ganz genau weiß man nicht was passiert ist – ging ihm die Kraft aus? Hat er vergessen was er da eigentlich machen wollte? Wahrscheinlich wollte er einfach einmal in seinem Leben 3 Sekunden gepfiffen bekommen – eine Leistung, ohne die keine Basketballkarierre komplett ist. Auf jeden Fall stellt sich unser Atto in die Zone, wartet auf die Sirene und bekommt den 3 Sekundenpfiff.
Damit hat Tulln nochmal die Chance auf einen Angriff mit knapp 8 Sekunden auf der Uhr. Die Devils konzentrieren sich auf die Werfer und lassen den Center der Tullner ziemlich alleine auf der 3er Linie. Max Urbanek lässt sich nicht lange bitten und versenkt den Ball zum Ausgleich.
2 Sekunden auf der Uhr für die Devils. Der dreifach Pick auf Völgyes gibt dem Routinier noch die Chance auf den Sieg, doch der Ball will nicht rein. Also in die Overtime. Dort können die Devils noch einmal alle Kräfte mobilisieren. Spannend wird es nochmal am Schluss. Bei +2 für die Devils holt sich Kopper den Offensivrebound 4 Sekunden vor Schluss. Frei nach dem Motto – was der Atti kann, kann ich auch – stellt sich unser Mailman mal in die Zone und wartet. Glücklicherweise wird er gefoult und kann die Freiwürfe zur 4 Punkte Führung und damit den Sieg verwerten.
Nächsten Sonntag geht es zu Hause weiter. Die Devils freuen sich über jeden Support in der Barwitzius VS ab 14:00!